360° TESSYS® Spinal-Stenose-System nach Dr. Rudolf Morgenstern

Spinalkanalstenosen sind bei älteren Menschen in den Industrienationen keine Seltenheit. Bei dieser degenerativen Erkrankung der Wirbelsäule verengt knöchernes Gewebe, die sogenannten Osteophyten, den Wirbelkanal und schränkt die Motorik und Sensorik der Betroffenen drastisch ein.
Lange Zeit operierte man sie in Vollnarkose und offen mikrochirurgisch. Die Folgen: Die Stabilität der Wirbelsäule wurde erheblich beeinträchtigt und das umliegende Gewebe entsprechend traumatisiert.
Kleiner Schnitt, große Wirkung gegen Stenose
joimax® entwickelte in Zusammenarbeit mit Dr. Rudolf Morgenstern vom Centro Médico de Terapia de la Columna in Barcelona das 360° TESSYS® Spinal-Stenose-System. Chirurgen können damit einengendes Knochenmaterial vollständig unter direkter endoskopischer Sicht durch das Foramen entfernen.
Der Patient benötigt für die Stenose-Behandlung nur eine Lokalanästhesie. Der Operateur macht einen Fingernagel großen Hautschnitt und entfernt die Osteophyten mit endoskopischen Fräsern und Meißeln. Er verletzt dabei kaum das umliegende Gewebe, sodass die behandelten Patienten bereits wenige Stunden nach dem Eingriff die Klinik wieder verlassen können.
Das Stenose-Instrumentarium
Das Instrumentarium basiert auf dem TESSYS® – Transforaminal Endoscopic Surgical System, der weltweit angewandten Operationstechnik und Methode zur Entfernung von lumbalen Bandscheibenvorfällen. Es wird in einem speziellen Stenose-Instrumenten-Sieb gelagert und wie folgt eingesetzt:
- Der EndoFräser wird zum Fräsen im Zusammenspiel mit allen anderen Instrumenten eingesetzt.
- Die EndoAhle dient zur Verankerung im bzw. am Wirbelkörper, wo sich die Stenose befindet.
- Der EndoMeißel dient wie die EndoAhle auch zur Verankerung; zusätzlich können grobe Stenosefragmente abgetragen werden.
- Der EndoElevator dient zum Beiseiteschieben von Gewebe. Zusätzlich kann er zwischen Wirbelkörper und Bandscheibe geführt werden, um mehr Platz zu schaffen und so gezielt mit dem EndoFräser fräsen zu können.
- Der EndoSpatel hat dieselbe Funktion des EndoElevators. Umliegendes Gewebe kann jedoch noch gezielter beiseite geschoben werden.
Zur stabilen Handhabung der Instrumente sind jeweils zwei aufsetzbare Handgriffe vorhanden. Zusätzlich dient eine FlexSonde zur Detektion des Spinalnervs.


