Wann TESSYS®, wann iLESSYS®?

Der transforaminale Zugang zum Spinalkanal ist für erfahrene TESSYS®-Anwender die bevorzugte Methode für Pathologien im ventralen und lateralen Spinalkanal sowie innerhalb und außerhalb des Foramen intervertebrale. In einigen Fällen kann allerdings der interlaminäre Zugang zur Pathologie schonender sein, da bei L4/5 und L5/S1 das interlaminäre Fenster besonders groß ist und man daher beim Zugang keine oder nur wenig stabilisierende Strukturen entfernen muss. Für Bandscheibenvorfälle im dorsalen und dorsolateralen Spinalkanal sind ca. 0,8 cm für den endoskopischen Zugang ausreichend.

Die 360°- Dekompression des Spinalkanals - 2 Zugänge und 1 Ziel

360° Zugang zum Spinalkanal

Mit dem transforaminalen sowie dem interlaminären endoskopischen Zugang hat der Anwender die Möglichkeit eines 360°-Zugangs zum Spinalkanal.
Indikationen sind neben Bandscheibenvorfällen auch Einengungen des Spinalkanals und der austretenden Nerven durch degenerative Prozesse sowie Zysten der Facettengelenke.
Die degenerativen Veränderungen werden zunehmend zu einer zentralen Herausforderung in der Medizin, da sich die Bevölkerungsstruktur ändert und die Lebenserwartung steigt. In der Literatur wird dazu eine Inzidenz von 1,7 bis 10 % angegeben.
Mit einer umfassenden klinischen und bildgebenden Diagnostik – Röntgenbild oder CT, MRT und Myelographie - kann der Kompressionsort exakt bestimmt und der endoskopische Zugang punktgenau geplant werden. So ist es möglich eine gezielte Dekompression mit maximaler Strukturerhaltung durchzuführen, die Belastung des Patienten durch die Operation wird maximal reduziert.